Abtreibungszahlen

Statistik der Schwangerschaftsabbrüche 2011

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden 2011 rund 108.900 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Das sind 1,4 % oder knapp 1.600 weniger als im Jahr 2010. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Anzahl der Frauen im gebärfähigen Alter ebenfalls rückläufig ist. Sie sank von 18,7 Millionen 2009 auf 18,4 Millionen 2010. Auch darf nicht unerwähnt bleiben, dass sich die veröffentlichte Gesamtabnahme der Abtreibungen nur auf die früheren Entwicklungsstadien bezieht. Ab 12 Wochen und aufwärts gab es teilweise Abtreibungszuwächse von 25 Prozent gegenüber den Vorjahren. So ist die Anzahl der mit medizinischer Indikation begründeter Abtreibungen wieder angestiegen (auf 3485), nachdem sie bis zum Jahr 2008 rückläufig war (2989).

74% der Frauen, die Abtreibungen durchführen ließen, waren  zwischen 18 und 34 Jahren alt. 14% der Frauen waren zwischen 35 und 39 Jahre und fast 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter. Bei den unter 18jährigen betrug der Anteil 4%. Ihre Anzahl ging im Vergleich zum Jahr 2010 um 450 auf rund 4000 zurück. 40% der Schwangeren hatten vor ihrer Abtreibung noch keine Lebendgeburt.

97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Mit der (erweiterten) medizinischen Indikation wurden knapp 3% der Fälle begründet und mit der kriminologischen Indikation (Abtreibung nach einer Vergewaltigung) 25 Fälle. Das sind weniger als 0,1%.

Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (70%) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 15% der Abbrüche wurde medikamentös abgetrieben.

Die Abtreibungen erfolgten in rund 80% der Fälle in gynäkologischen Praxen. Knapp 18% wurden ambulant im Krankenhaus durchgeführt.

Ingesamt kann festgestellt werden, dass die Abtreibungszahlen – in Relation zu der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter – nur im geringen Maße zurückgegangen sind. Die Anzahl der Abtreibungen nach einer medizinischen Indikation sowie Spätabtreibungen sind hingegen angestiegen.

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Eure Kommentare:

One Response to “Abtreibungszahlen”

  1. Das sog. Abtreibungsrecht ermöglicht der Frau keineswegs mehr Selbstbestimmung, wie immer wieder behauptet wird. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall.
    Lesen Sie mehr unter:

    http://www.aerzte-fuer-das-leben.de/aefdl_neues.html

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